Nun haben wir auch mal das Indoortauchcenter der Dive4Life GmbH im Oktopus Gesundheits- und Erlebnispark Siegburg kennen gelernt. "Wir", das sind: Daniela, Roland, Oskar, Bianca, Fynn, Gerald, Malini & Ben, Anne & Felix, Brigitte & Kajo, Wolfgang und meine Wenigkeit.
Pünktlich um 04.30 Uhr fuhren wir vom Center in bester Laune ab, wenn auch noch recht müde. Bis kurz vor Magdeburg sind wir gut durchgekommen. Roland war wieder unser Pilot. Aber dann hatte uns der Winter wieder eingeholt. Erst ganz wenig. Die Autobahn wurde leider immer glatter und ließ sich über viele zig Kilometer nur einspurig und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h befahren. Wir kamen jedoch recht gut weiter, wenn auch sehr viel langsamer als geplant. Die Autobahnnutzer auf der Gegenfahrbahn hatten es da nicht so gut. Es begann mit einem liegengebliebenen LKW, der alle drei Spuren blockierte. Nichts ging mehr. Im Radio kam die Durchsagen, dass es sich dabei um einen Stau von ca. 4 km Länge handeln würde. Wer dies errechnet hat, muss auch noch sehr verschlafen gewesen sein. Hier eine kleine Rechenaufgabe: Wir fuhren bei 60 km/h über mindestens 25 Minuten an dem Stau vorbei. Wie lang war diese Schlange?
Statt um 10.00 Uhr trafen wir so erst um 11.30 Uhr am Erlebnispark in Siegburg ein. Dort trafen wir auf sehr freundliche Mitarbeiter, die uns in die dortigen Abläufe einwiesen. Bisher hatte ich immer nur gehört und gelesen, dass es dort sehr voll sein soll. Wir müssen - möglicherweise war das Wetter auf unserer Seite - Glück gehabt haben, aber es waren meiner Meinung nach höchstens noch 20 andere Taucher zur gleichen Zeit dort und man kam sich weder beim "Anrödeln" noch unter Wasser in die Quere.
Das Becken selbst ist rund. In ca. sieben Meter Tiefe gibt es einen ca. 2 Meter breiten Absatz, auf dem sich Säulengänge, Höhlen, Säulen in Figurenform, ein kleiner Tempel und ein "gekentertes" Ruderboot befinden. Hier kann man gut das Tarieren üben und in Slalom tauchen. Weiter gehts nach unten bis auf 20 Meter - hier muss ich eine Stelle gefunden haben, an der mein Computer 20,1 Meter anzeigte. Fragt mich nicht wo sich diese Stelle befindet, weil ich bei meinen weiteren Tauchgängen nur noch 19,9 Meter angezeigt bekam. Am Grund befinden sich ebenfalls Säulen mit einem Kranz als Krone, zwei Höhlen oder Grotten und ein Altar o. Sargophag. All diese Dinge können betaucht, erklommen oder als Sitzgelegenheit genutzt werden. Leider scheint aber die aufgetragene Farbe den Kontakt mit Flossen nicht zu mögen. Denn obwohl diese Erlebniswelt erst ein paar Monate alt ist, ist an vielen Stellen das Braun der Säulen und Höhlenwände und das Blau der Poolwände bereits abgebröckelt, so dass das Grau des Betons zum Vorschein kommt.
Ich habe insgesamt drei sehr schöne Tauchgänge mit unterschiedlichen Buddys gehabt und möchte mich an dieser Stelle bei den Gruppenmitgliedern bedanken. Mir hat es sehr viel Spass gemacht, besonders weil man mal wieder in einem Pool getaucht ist, ohne dass dabei Ausbildungszwecke eine Rolle spielten - einfach nur aus Spass an der Freude. Wer hier allerdings weitere Freizeitvergnügungen erwartet wie z.B. eine Saunalandschaft, der wird enttäuscht sein. Da bietet das Monte Mare in Rheinbach mehr. Auch der gastronomische Bereich ist hier nicht direkt im "Poolbereich" integriert. Man kann sich zwar einen Kellner kommen lassen, der dann die Bestellungen aufnimmt und bringt, aber die Sitzgelegenheiten befinden sich im Treppenhaus bzw. in einem separaten Raum. Unsere Truppe hat sich dennoch gut amüsiert und bei Currywurst und Pommes "gefrühstückt".
Die Zeit verging wie im Fluge. Gegen 19.15 Uhr brachen wir dann nach Köln auf, um wieder mal in der uns bekannten Jugendherberge abzusteigen. Danach wurde noch in einem in der Nähe befindlichen Restaurant zu Abend gegessen und gegen 23.00 Uhr die Kojen aufgesucht. Nach einem reichhaltigem Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns frisch gestärkt und ausgeruht auf den Heimweg. Die Autobahn war wieder frei, die Straßenverhältnisse gut, so dass wir diesmal ohne ungewollte Verzögerungen nach Berlin zurück kamen.
Vielen Dank an die Organisatoren und an Roland, der uns mal wieder gut von A nach B (und zurück) brachte.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen